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BüroFriedrich freut sich, die Einzelausstellung Dutch Details and other details des in Berlin ansässigen Künstlers Jonathan Monk zeigen zu können.
Monk war bereits zuvor bei der Eröffnungsausstellung in der jetzigen Location von BüroFriedrich mit seinem Film über Gilbert und George Lost Days (2002) vertreten.

Der Titel der laufenden Ausstellung bezieht sich auf Ed Ruscha’s limitiertes Photobuch Dutch Details (1971), das Monk als Inspiration für die elegisch anmutende Diaserie Today is just a copy of yesterday (Amsterdam)(2002) diente. Dieses Werk, in dem täglich eine neue Projektion eines wiederfotografierten Bildes gezeigt wird, verdeutlicht, dass Zeit verstreicht – und das zumeist nicht durch graduelles Verblassen oder gänzliche Transformation.
Ein Auswahlkriterium für die gezeigten Werke ist die Referenz an weniger bekannte Beispiele der Holländischen oder Niederländischen Konzeptkunst, die die Anbindung BüroFriedrichs an die Niederlande bewusst werden lassen sollen.
Ein Poster der Ausstellung zeigt beispielsweise ein vergrößertes Detail einer Einladungskarte, die der Künstler Jan Dibbets gestaltet hat. Dieselbe Einladungskarte erscheint in Monks neuem Werk Hand Held Gesture (2004), einem Werk, das sowohl affirmativ-verspottend ist und gleichzeitig eine Art zum Untergang verurteilter Versuch, eine zentrale Stellung einzunehmen.

Jonathan Monk nähert sich der Kunstgeschichte mit Sammlerleidenschaft; er hat ein feines Gespür dafür, wie die radikalen Gedanken und Methoden heutzutage wieder angewendet und neu interpretiert werden sollten. Monks Beschäftigung mit den Verfahren der Konzeptkunst und insbesondere des Dokumentarfilm, ist weit davon entfernt, puristisch zu sein. Seine Werke sind immer von einem trockenen Humor oder Melancholie – bisweilen auch beidem gleichermaßen – gekennzeichnet. Bisweilen geben sich die Werke Monks auch absurd, wie beispielsweise seine fortlaufenden Serie von Texten, in denen er Treffen an verschiedenen Orten zu einem in der Zukunft liegenden Termin vorschlägt: in dem im BüroFriedrich ausgestellten Werk soll ein Treffen in Noordwijk stattfinden.
Monks 16mm Filme, Textstücke und fotographische Arbeiten beinhalten zumeist eine Art konzeptueller Überlagerung, in der die Originale, auf die er sich bezieht, die er sich aneignet oder reproduziert, unter neuen Bedingungen und in neuen Formen mit seinem eigenen Werk zusammenleben. Diese verdoppelnde Methode lässt einen Raum entstehen, in dem Unterschiede unterstrichen werden und der nicht zuletzt auch im nachhinein eine Reflexion über den Nutzen einbezieht.

Einige der Originaleinladungen der Galerieschliessungs-Aktion von Robert Barry, die in Amsterdam, Los Angeles und Turin stattfand, werden ebenfalls in der Ausstellung gezeigt. Auch hat Monk symbolische Acts engagiert, wie in seiner photographischen Dokumentation von Cancelled Project (1990) - einer Aktion, bei der der Künstler Zettel mit der Aufschrift “cancelled” auf eine ganze Serie von Ankündigungsplakaten auf der Straße klebte, in dem bewusst vergeblichen Versuch, nichts geschehen zu lassen.

 

current show at BüroFriedrich

Jonathan Monk
'Dutch Details and other details'
30.11. – 22.12.2004
04.01. - 08.01.2005

Press Photo Library / Credits


[...]Am 9 Mai (Freitag), 12 Mai (Montag) und 30 Mai (Frietag) 1969 um 3:00 nachmittags (GTM), wird Jan Dibbets das Gebärde wie im Bild machen auf der mit einem "X" bezeichneten Stelle in Amsterdam, Holland [...]


Cancelled (Glasgow)
Poster, 1990

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
     
 
 

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